Montag, 23. Juni 2014

Im Kopf des Hundes - Dogthinking




Der Hund, der gerade noch zusammengerollt in der Kiste lag, steht auf. Er streckt sich, schüttelt seinen Kopf, dass die Ohren klatschen, er senkt den Kopf. Die Nase findet am Boden eine Spur. Und der Hund trottet, die Schnauze am Boden, los. 

Die Spur führt ihn, vielleicht, zu einem Brosamen, der vom Tisch gefallen und bisher seiner Aufmerksamkeit entgangen ist. Oder sie führt ihn übers Feld, im Zickzack über den Acker, von da in den Wald und dann ins Ungewisse.


Die Spur.


Der Hund folgt der Spur und die Spur ist eine Ahnung des Abwesenden. Der Hund ist gefangen von seiner Spur, ja, aber indem er seine Gefangenschaft wählt, ist er frei, frei auch die Spur zu verlassen. Er braucht nur die Schnauze vom Boden zu heben, um sich zu schauen, den Kopf zu schütteln, die Ohren klatschen zu lassen und wegzutrotten.


Was macht mich kreativ? Was bringt Musiker, Ingenieure, Handwerker, Maler, Wissenschaftler dazu, kreativ zu sein? Wie kommen sie zu ihren Ideen? Was treibt sie an? Welche Techniken wenden sie an, um sich in ein Feld der Inspiration zu versetzen? Könnten Kreativmethoden helfen, Konflikte zu bewältigen?
Der Hund sucht und findet. Ist er kreativ? Das ist fraglich, denn er bringt ausser seinen Lauten, seinem Hecheln und dem Wedeln seines Schanzes nicht hervor. Aber in seinem Kopf bildet er die Welt nach, deren Spuren seine Nase erschnüffelt.

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